Ende Mai hatten wir, in Begleitung von 14 solidarischen Personen, für und mit unserem Genossen vor Gericht einen Vergleich erziehlt:
Nachdem Flinks Anwältin sich selbst und Flink als Wohltäterin darstellte, da ihr Angebot so großzügiges sei, konnten wir nach einer einstündigen Verhandlung dieses Angebot verdoppeln und erziehlten so einen Vergleich über €5.000.
Unser Genosse ist bei Flink seid über 4 Jahren als Auslieferer angestellt und wurde innerhalb der vergangenen 2 Jahre massiv auf der Arbeit sowie in Chats und E-Mailverläufen schikaniert: Schichtbeginn 1 Stunde bevor der Vorgesetzte den Laden auf machte, mehr als 20 konsequenzlose und unbegründete Abmahnungen und Schichteinteilungen stets außerhalb der angegebenen Verfügbarkeiten sind nur ein Ausschnitt.
Seit Anfang letzter Woche ist der Vergleich gültig. Die €5.000 werden in Form von 4 Monatslöhnen bis Ende September ausgezahlt. Unser Genosse ist bis dahin freigestellt und kann sich voll und ganz seinem Studium widmen.
Die Missachtung des Arbeitsrechts bei Flink (und anderen Lieferdiensten) hat System! Dies sehen wir an Fällen deutschlandweit. Häufig werden ausländische Studierende beschäftigt, da diese sich zunächst aufgrund der kulturellen und sprachlichen Differenz nur erschwert wehren können, und des weiteren als Studierende meist noch ein Vollzeitstudium “nebenbei” absolvieren. Erschwert wird die Situation durch Anforderungen des Visums wie z.B. eine entsprechende Liquidität nachweisen zu müssen.
Wenn dann zu wenig Gehalt gezahlt wird oder absurde Vorderungen gestellt werden (wie in diesem Fall eine Versetzung von Aachen nach Mönchengladbach) geben die Beschäftigten meist nach.
Es wird also sehr offensichtlich Profit durch Ausbeutung geschaffen. Wir halten dagegen!
