Die Freie Arbeiter*inne Union kämpft auf allen Ebenen für die Rechte und Emanzipation der arbeitenden Klasse. Dazu zählt natürlich die gewerkschaftliche Vertretung und die gemeinsame Austragung von rechtlichen Konflikten. Hierfür ist es nötig, dass wir unsere Rechte kennen und wissen, wie wir sie durchsetzen können. In unserer Einführung in das individuelle Arbeitsrecht werden die Grundlagen zu deinen Rechten im Job vermittelt
Wir wollen den 8. März gemeinsam verbringen. Dazu treffen wir uns um 10:00 Uhr zum gemeinsamen Frühstück im Infoladen (Bismarckstraße 37), um dann um 13:00 Uhr zur Demonstration zum feministischen Kampftag zu gehen.
Parallel findet in unserem Raum in der Viktoriastraße 18 eine Ausstellung „polychrom femina“ statt. Schaut auch da gerne vorbei.
Goldschmidt Archäologie verweigert Lohn bei Arbeitsausfällen wegen schlechtem Wetter und bei fehlender Auftragslage.
Damit lagert Goldschmidt sein Betriebsrisiko auf die Angestellten aus. Nach dem Motto: Gewinne werden eingesackt, Verluste müssen die Arbeiterinnen tragen.
Wir verurteilen diese Handhabung und fordern Goldschmidt auf den ausstehenden Lohn von 2500 Euro zu zahlen!
Eines unserer Mitglieder musste in den letzten 1,5 Jahre extrem viel ertragen: über 20 absurde Abmahnungen, Versetzungsversuch nach Mönchengladbach, Schichtzuteilungen die Sprachkurs- und Studiumstermine verunmöglichen, Verweigerung der persönlichen Kommunikation seitens des Vorgesetzten, Entfernen aus der Whatsapp-Gruppe, Zuteilung von Schichten um 6 Uhr, also außerhalb der Öffnungszeiten, Löschung von Schichten kurz vor Schichtbeginn und vieles mehr. All das führte in der Konsequenz zu Krankheit, Depression und suizidalen Gedanken bei unserem Mitglied. Unzählige Hilfeanfragen an das Unternehmen wurden ignoriert. Der Vorgesetzte führt sein Mobbing im Wissen der Unternehmensleitung bis heute fort.
Wir haben die anhaltenden und systematischen Mobbing-Praktiken auf über 500 Seiten aufgearbeitet. Jetzt verklagen wir Flink auf Schadensersatz und fordern eine würdevolle Behandlung der Beschäftigten.
Es ist bereits das fünfte mal, dass wir für unsere Mitglieder bei Flink gegen das Unternehmen vor das Arbeitsgericht ziehen. Die Arbeitsbedingungen sind Katastrophal.
Da Flink jeglichen Dialog verweigert, sehen wir uns dazu gezwungen, an die Öffentlichkeit zu gehen und darüber zu informieren, wie schlecht die Kolleginnen bei Flink behandelt werden.
Wir werden weiter über die dortigen Missstände berichten und im Zweifel auf die Straße gehen!
Unser Mitglied erhielt trotz regelmäßiger Nachfrage und Erinnerungen sowie einer Mahnung mehrere Monate lang ihren Lohn nicht. Wir haben als ersten Schritt entschieden, eine Forderung von uns als Gewerkschaft zu schreiben. Und siehe da, manchmal kann’s auch einfach sein: Nach nur einem Brief von uns zahlte die Arbeitgeberin den ausstehenden Lohn nach.
Demonstration am 05.12.2025 um 17:30 am Elisenbrunnen!
Am 5. Dezember soll im Bundestag über ein neues Wehrdienstgestz abgestimmt werden. Das Gesetz sieht eine verpflichtende Musterung aller Männer ab Jahrgang 2008 vor. Zudem droht eine Einberufung per Losverfahren, sollten sich nicht genügend Freiwillige melden. Die Bundesregierung plant die Armee auf 260.000 Soldaten aufzustocken.
Aus diesem Anlass finden bundesweit Schulstreiks und andere Aktionen gegen das geplante Gesetz statt. In diesem Rahmen rufen auch wir zu einer Demonstration auf. Anstelle eines Wehrdienstes und Geld für die Aufrüstung fordern wir mehr Geld für Bildung, Klimaschutz und ein Ausbau der gesellschaftlichen Partizipation von Schüler*innen.
Flink hat – mal wieder – probiert eines unserer Mitglieder zu feuern. Um einen Kündigungsgrund zu haben wurde unser Mitglied vorher versucht nach Mönchengladbach zu versetzen. Abgesehen davon, dass die Versetzung schon formal nicht wirksam war war es nicht tragbar deutlich über eine stunde zum Arbeitsplatz zu brauchen, um dann dort mitunter nur 3 Stunden Schichten zu machen. Deswegen hat er die in Mönchengladbach zugewiesenen Schichten nicht wahrgenommen und seinem Chef erklärt, dass dies für ihn nicht möglich ist.
Darauf folgte die Kündigung. Als er sich vor Gericht dagegen wehrte konnten wir erreichen, dass er wieder eingestellt wurde und Flink das Gehalt für die Dauer des Kündigungsschutzprozesses nachzahlen musste.
Das Gericht gab uns recht darin, dass die Versetzung unverhältnismäßig war, dass sie formal unwirksam war. Interessanterweise hat Flink auf Nachfrage noch nicht mal Bestätigt, dass es sich bei dem Hub in Mönchengladbach um das gleiche Unternehmen handelt wie in Aachen. Immerhin besteht Flink aus über einem Dutzend sogenannten „Expansion GMBHs“. Deswegen gehen wir und das Gericht davon aus, dass es sich beim Flink Hub in Mönchengladbach um ein anderes Unternehmen handelt und allein deswegen die Versetzung nicht möglich war.
Im letzten Jahr haben sich erneut mehrere Arbeiter von Flink bei uns gemeldet – Anlass war mal wieder die Praxis von Flink, mit ihren Arbeiter*innen umzugehen, wie es ihnen gerade in den Kram passt. Dabei handelt Flink ohne jegliche Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse oder Sicherheit der Arbeiter*innen, geschweige denn die Umsetzbarkeit der geforderten Arbeitsleistungen. Dabei setzt selbst einfachstes Arbeitsrecht ihrem Verhalten keine Grenzen (siehe dazu auch „Klage gegen Flink“ in Tacheles Ausgabe 15).
Wir wollen hier einen dieser Arbeiter von Flink zu Wort kommen lassen, dessen Erfahrung beispielhaft für ein System steht, in dem Flink und ähnliche Unternehmen bewusst Arbeiter*innen in prekären Lagen einstellen. Diese können sich nur schwer gegen das Vorgehen wehren, weil ihr Lebensunterhalt und häufig auch ihr Visum an den Arbeitsverhältnissen hängt. Der Verlust des Jobs kann hierbei im schlimmsten Fall zur Abschiebung führen.
Am 04. August kommt Helge Döhring zu uns um den Vortrag „Syndikalismus und freie Gesellschaft – Skizzen gesellschaftlicher Transformation“ zu halten.
Waren anarchistische Gesellschaften möglich und lebensfähig? Welche Wege zeigt uns die Geschichte für eine klassenlose, föderalistische und solidarische Gesellschaft? Über die Rolle der anarcho-syndikalistischen Gewerkschaften, der politischen Verwaltung und der kulturellen Vorbedingungen spricht der Historiker Helge Döhring vom Institut für Syndikalismusforschung (SyFo), www.syfo.info mit uns.
Nach vier Gerichtsterminen steht fest: Der Lieferdienst Flink muss zwei Kollegen gemeinsam über 6000 Euro ausstehenden Lohn nachzahlen. Nach zwei fristlosen Kündigungen Anfang des Jahres und keiner Reaktion auf Nachfragen der Kolleg*innen haben wir gegen Flink geklagt. Dabei haben wir nicht nur den Lohn bis zu den tatsächlichen Kündigungsfristen erkämpft, sondern haben auch Lohn aus den zurückliegenden Jahren erstreiten können, in denen Flink konsequent weniger Schichten vergab und bezahlte, als vertraglich festgehalten waren.
Flink ist einer der Lieferdienste für Lebensmittel, die während der Corona-Pandemie gegründet wurden. Das Geschäftsmodell ist in hohem Maße davon abhängig, dass die Mitarbeiter*innen, welche die Bestellungen aufnehmen und ausliefern, schnell und zuverlässig arbeiten und dabei oft ihre eigene Gesundheit opfern. Flink hat gezeigt, dass die Sicherheit des Lieferpersonals, auch „Rider“ genannt, für sie nicht an erster Stelle steht. Ein Flink-Mitarbeiter berichtet:
„Ich habe mehrere Unfälle erlebt, als ich mit den E-Bikes Bestellungen auslieferte, weil die Fahrräder technische Probleme hatten. Entweder werden die Bremsen nicht regelmäßig gewartet oder die Batterien, beziehungsweise das System, haben Probleme, um die ich mich die meiste Zeit kümmern muss, obwohl wir Rider immer versuchen, das Problem beim Management anzusprechen, ohne dass es eine schnelle Lösung gibt. Das macht die Arbeit stressig.“